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Über Karate

Geschichte des Karate

Die Ursprünge des Karate reichen bis ins erste Jahrtausend nach Christus zurück. Von China ausgehend über Japan hat es diese Kampfkunst jedoch erst im Laufe des 20. Jahrhunderts bis nach Deutschland geschafft und findet hier jedes Jahr mehr begeisterte Anhänger.
Was ist Karate?
Wie du sicher schon aus Film und Fernsehen weißt, verbergen sich hinter Karate hauptsächlich blutrünstige „Ninja“-Kämpfer, die oft mit martialischen Waffen und exotischem Kampfgeschrei für ein rasches Ableben des verblüfften Gegners sorgen, um sich anschließend in ihrer Freizeit mit dem Zerschlagen von meterdicken Betonplatten zu vergnügen. – Gerade so, wie es der durchschnittliche Mitteleuropäer höchstens mit Axt und Holz im Wald versuchen würde. Da wir im Dojo der Uni Tübingen allerdings weitgehend zu letzterer Sorte „verweichlichter“ Langnasen gehören, handhaben wir die Sache doch ein wenig anders.
Aber mal im Ernst..
Wir vom Karatedojo Tübingen gehören zum Deutschen Karate Verband (DKV), der die Regeln für unsere Stilrichtung „Shotokan“ in Deutschland vorgibt. Karate ist eine sehr alte Kampfkunst und weist als solche zwar viele Elemente des Angriffs und der Verteidigung auf, ist allerdings nicht in erster Linie als reine Selbstverteidigungsart zu verstehen. Unser Training besteht im Großen und Ganzen aus drei Bereichen, die eng miteinander verknüpft sind. Im so genannten „Kihon“ (Grundschule) werden die Grundtechniken des Karate eingeübt. Hierzu gehören hauptsächlich verschiedene Arten von Faustschlägen, Handkantenschlägen und Fußtritten. Das Kihon findet stets als „Trockenübung“, d.h. ohne Gegner statt. Im Gegensatz dazu trainieren wir im „Kumite“ (Partnerübung) mit einem Sparringspartner. Für das Kumite gibt es zahlreiche Abstufungen. Im einfachsten Fall sind Angriff, Abwehr und Gegenangriff strikt vorgegeben, werden rechtzeitig angekündigt und einzig die Geschwindigkeit und das „Wann“ werden von den Kämpfenden bestimmt. Je mehr Fortschritte man macht, umso anspruchsvoller werden die Partnerübungen. Kommt man in den Wettkampfbereich, so wird „frei“ gekämpft, das heißt die Techniken müssen zwar korrekt ausgeführt werden, aber es gibt keine vorherigen Absprachen oder Ankündigungen mehr. Man muss kein Genie sein um sich vorzustellen, dass das Kumite natürlich die größte Verletzungsgefahr im Karate birgt. Trotz allem kommen Verletzungen – abgesehen von gelegentlichen blauen Flecken – eigentlich nie vor. (Außer es rutscht mal wieder jemand auf seinem eigenen Schweißfleck aus) Dies liegt vor allem an der Disziplin, Konzentration und Vorsicht aller Beteiligten. Als Ideal gilt ein erfahrener Karateka, der seine Schläge nur einige Millimeter vor der Haut des Gegners gezielt abstoppt. Karate ist daher nichts für Haudegen und „Möchtegern-van-Dammes“. Der dritte große Bereich des Karate ist die „Kata“. Katas sind eine Art Schattenkampf mit festgelegter „Choreografie“ gegen imaginäre Gegner. In der Kata vereinen sich die exakten Techniken aus dem Kihon mit deren praktischen Anwendungen aus dem Kumite. Die Katas des Karate sind schon viele Jahrhunderte alt und wurden über lange Zeit von Generation zu Generation weitergegeben.
Was bringt mir Karate?
Karate ist eine Sportart mit vielen Facetten. Von jeher war es eines der großen Ziele dieser Kampfkunst nicht nur den Körper, sondern auch den Geist zu schulen. In der Tat zeigen viele Studien, dass die für das Karate nötige Konzentration und Gelassenheit auch außerhalb des Trainings zu einer geistigen Ausgeglichenheit und einem stärkeren Selbstbewusstsein führen. Wem all dies zur sehr nach esoterischem Humbug riecht, dem sei aber versichert, dass Karate auch ohne all dies eine anspruchsvolle Sportart ist, die sowohl Kondition, als auch Explosivkraft trainiert, alle Muskelgruppen beansprucht (inklusive „Bauch, Beine, Po“), den Fett verbrennenden, als auch den anaeroben Bereich fordert und sich daher durchaus mit Massenveranstaltungen wie „Super-Fitness“, „Power Tai-Bo“ und co. messen kann.
Was muss ich wissen?
Da man Karate nur sehr schwer mit Worten beschreiben kann, empfiehlt es sich einfach mal vorbei zu kommen und mit zu trainieren. Das solltest du dabei beachten: Du kannst das ganze Jahr über einsteigen und musst keine Vorkenntnisse besitzen.
Den Ort und die Zeiten des Trainings findest du hier links auf der Homepage.
Bitte sei pünktlich. Wir beginnen jede Trainingseinheit mit einer gemeinsamen meditativen Einstimmung, wärmen uns auf und dehnen uns vor.
Es genügt, wenn du am Anfang bequeme, nicht zu warme Sportkleidung mitbringst. Unsere weißen „Bademäntel“ kannst du dann gerne bestellen, wenn du dir sicher bist, dass es dir bei uns gefällt.
Bitte zieh jeglichen Schmuck, sowie Armbanduhren und Piercings vor dem Training aus. Ist das nicht möglich, so kannst du sie auch verletzungssicher mit einem Tape überkleben.
Wir trainieren Barfuß, daher würden wir uns freuen, wenn dein letzter Duschgang nicht gerade 3 Wochen her ist…
Männer und Frauen üben bei uns gemischt, da ja Frauen in der Öffentlichkeit auch nicht ausschließlich von Frauen belästigt werden. Wir wollen daher nicht der Realität hinterher hinken und treten aktiv für die Geschlechtertrennungs-Aufhebung ein.
In unserem Verein gibt es verschiedene Leistungsstufen von den Anfängern über die Unterstufe bis zur Oberstufe. Im Training sortieren wir die Karatekas jeweils nach ihrem Kenntnisstand, dadurch wird vermieden, dass ein Anfänger gleich mit einem Schwarzgurt trainieren muss, also keine Panik!
So, das wars von unserer Seite. Wir würden uns sehr freuen, wenn du mal mit uns trainieren würdest und hoffen dass du hier schon einen kleinen Einblick in die Welt des Karate bekommen hast. Wenn du noch Fragen hast, wende dich einfach direkt an unsere zentrale E-Mail-Adresse: info (AT) karate (MINUS) tuebingen (PUNKT) de